Die Kinderredaktion der OrtsApp hat sich für den letzten Außentermin etwas ganz Besonderes überlegt. Wie funktioniert das eigentlich mit der Klappbrücke am Lühesperrwerk? Das war die große Frage auf dem Weg zur Lühemündung in die Elbe.
Am Sperrwerk angekommen, wartete Ulf, der Sperrwerkswärter, auf die Kinderreporter.
Die erste Frage war schnell beantwortet, denn die Zahl steht direkt am Mauerwerk; seit 2010 steht das Gebäude hier. Das Sperrwerk gibt es aber schon viel länger, ungefähr seit 100 Jahren!
Aber wozu gibt es nun die Klappbrücke und die großen Sperrwerkstore?
Wir erfahren, dass die Klappbrücke eigentlich nur eine Nebenaufgabe hat. Wenn größere Segelboote von der Lühe in die Elbe oder andersherum fahren wollen, dann geben sie ein Signal. Der Sperrwerkswärter drückt dann auf einen Knopf, die Schranken für die Autos gehen hierunter, und die Brücke , also die Strasse, klappt nach oben, damit die Schiffe durchfahren können. Das passiert so ungefähr 400 Mal im Jahr.
Die Hauptaufgabe sind die großen Tore, sie werden geschlossen, um die Flut aufzuhalten!
Die Flut soll nicht von der Elbe in die Lühe durchkommen, wenn der Pegelstand 7,20 Meter übersteigt, dann werden die Tore geschlossen. Der normale Unterschied zwischen Niedrigwasser und Hochwasser beträgt 3, 50 Meter. Im Jahr gibt es ungefähr 200 Schießungen, im Winter sind es mehr als im Sommer.
Wir haben das Glück, dass der Sperrwerkswärter Anton heute eine Funktionsprüfung durchführt, und wir zuschauen dürfen. Die Tore schließen ganz langsam, und dann kann man gut erkennen, wie die Lühe von der Elbe getrennt ist. Wenn nun gerade das Wasser aus der Lühe in die Elbe fließt, dann würde sich die Lühe wie eine Badewanne füllen, das darf natürlich nicht passieren, haben wir gelernt.
Die Funktion der Klappbrücke wird heute auch geprüft, es ist sehr spannend von unten zu sehen, wie sich langsam ein Stück Straße nach oben bewegt!
Wir können uns das Gebäude leider nicht von innen anschauen, denn so ein Sperrwerk gehört zur “kritischen Infrastruktur” und ist besonders gesichert. Von der Schaltzentrale aus kann man auch Durchsagen machen, die dann draußen zu hören sind.
Die Mitarbeiter haben nicht nur am Tage Dienst, es gibt auch Nachtschicht, diese geht von 20 Uhr bis 9 Uhr am nächsten Morgen.
Der Besuch beim Lühesperrwerk war sehr spannend, wir haben ganz viel über die Gezeiten gelernt, und wie wichtig der Deich und das Sperrwerk für uns sind.
Vielen Dank, Ulf und Anton, daß ihr euch die Zeit für uns genommen habt!
Die Kinderredaktion